Ev.-luth. St. Johannisgemeinde Langlingen

Langlingen

Kirchstr. 1, 29364 Langlingen

Tel.: 0 50 82 / 2 43, Fax 0 50 82 / 91 20 41

E-Mail: KG.Langlingen@evlka.de

Bürozeiten:

Dienstag: 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Donnerstag: 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Pastorin: Christine Schirrmacher, Sprechzeit nach Vereinbarung

Christine.schirrmacher@evlka.de

Gemeindesekretärin: Christine Dreger

Gemeindeschwester: Daniela Feilbach Tel.: 0 53 75 / 98 26 43

Regenbogenkindergarten: Dörte Wieczorek Tel.: 0 50 82 / 5 48

Krippe: Tel.: 0 50 82 / 91 59 271

Allerhaus: Ilena Grote Tel.: 0 50 82 / 13 97

www.allerhaus.de

Liebe Gemeindeglieder,

Wie Sie es sicher den Medien entnommen haben, wurde von unserer Bundesregierung entschieden, den Lockdown bis zum 07. März zu verlängern. Aus diesem Grund werden auch die Gottesdienste in unserer Kirche weiterhin bis einschließlich dem 07. März (dem derzeitigen Lockdown entsprechend) ausfallen.

Das wurde vom Kirchenvorstand einstimmig beschlossen. Wir halten diesen Schritt weiterhin für sinnvoll, um uns alle vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen.

Wir möchten Ihnen in dieser Zeit weiterhin eine Andacht „zum Mitnehmen“ zur Verfügung stellen. Diese Andachten bekommen Sie im Pfarrbüro zu den Öffnungszeiten oder jederzeit im Vorraum des Pfarrbüros.

Haben Sie ein Bedürfnis nach geistigem Zuspruch oder Seelsorge? Kommen Sie ins Pfarrbüro. Kommen Sie bitte einzeln und denken Sie an einen Mund-Nasenschutz.

Sie können aber auch gerne mit Pastorin Schirrmacher telefonieren, wenn Sie jemanden zum Reden brauchen (Tel.: 05082/243).

Kleidersammlung für die Deutsche Kleiderstiftung von Spangenberg vom 08. - 12. März bei Familie Hans-Hermann Surborg, Hauptstraße 53 in Langlingen. Kleidersäcke liegen in den nächsten Tagen in den Geschäften aus. Sie können aber auch eigene Säcke verwenden. Bitte bringen Sie Ihre Kleiderspenden aus Hohnebostel und Nienhof ebenfalls nach Langlingen.

Andacht im Corona-Lockdown

Grund zur Hoffnung

Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Menschen, der in einer schwierigen Lebenssituation war. Ich wollte ihm Mut machen und sagte: „Geben Sie bitte die Hoffnung nicht auf!“, woraufhin er fast aufsprang und rief: „Reden Sie mir ja nicht von Hoffnung! Die gibt es nicht, wir leben in einer hoffnungslosen Zeit.“

Stimmt das? Können wir in diesen Zeiten überhaupt noch von Hoffnung sprechen?

Als Antwort auf diese Frage lese ich im Neuen Testament der Bibel eine tröstliche Zusage: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.“ (1. Petrus 1,3)

Hoffnung gehört zu den Wesensmerkmalen des christlichen Glaubens, und diese Hoffnung hat ihren Ursprung in der Auferstehung Jesu Christi. Es ist eine Hoffnung, die genau weiß, was in dieser Welt geschieht, aber sich nicht ausschließlich daran orientiert. Denn diese Hoffnung geht über unser Leben hinaus. Nicht die Erfüllung aller menschlichen Sehnsüchte und Utopien ist gemeint, sondern die Verheißung Gottes, dass das, was wir in unserem Leben erfahren, eben nicht alles und schon gar nicht das Letzte ist.

Der Glaube, der aus dieser Hoffnung wächst, befähigt uns Christinnen und Christen, in dieser Welt zu leben und zu wirken. Als Menschen, die sich von dieser Hoffnung im Leben tragen lassen, können wir nicht einfach geradeaus auf unseren Weg blicken und vergessen, was rechts und links von uns liegt. Vor allem können wir die Menschen nicht vergessen, die mit uns unterwegs sind: Menschen, die leiden, vielleicht ähnlich wie wir selbst, und Menschen, denen ihr Blick nicht auf ein Ziel gerichtet ist, weil die Resignation ihren Blick nach unten richtet, weil ihnen so viele Hoffnungen dieser Welt genommen wurden.

Leben in der Hoffnung, die aus Jesu Auferstehung erwächst, hat nicht nur jenseitige Dimensionen, sondern auch sehr diesseitige. Es tut gut zu wissen, dass sich auch in Zeiten der Pandemie Männer und Frauen aus dieser Hoffnung engagieren für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit. Damit möglichst vielen Menschen geholfen werden kann, diese schwierige Zeit unbeschadet zu überstehen. Das sind Zeichen der Hoffnung. So klein unsere Hoffnung auch sein mag - sie wird Nahrung finden, um zu wachsen und uns zum Trost zu werden.

Bleiben Sie behütet!

Kleines Senfkorn Hoffnung

Kleines Senfkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt:

Werde ich dich pflanzen, dass du weiterwächst.

Dass du wirst zum Baume, der uns Schatten wirft,

Früchte trägt für alle, alle, die in Ängsten sind.

Kleiner Funke Hoffnung, mir umsonst geschenkt:

Werde ich dich nähren, dass du überspringst.

Dass du wirst zur Flamme, die uns leuchten kann,

Feuer schlägt in allen, allen, die im Finstern sind.

Kleine Münze Hoffnung, mir umsonst geschenkt:

Werde ich dich teilen, dass du Zinsen trägst.

Dass du wirst zur Gabe, die uns leben lässt,

Reichtum selbst für alle, alle, die in Armut sind.

Kleine Träne Hoffnung, mir umsonst geschenkt:

Werde ich dich weinen, dass dich jeder sieht.

Dass du wirst zur Trauer, die uns handeln macht,

leiden lässt mit allen, allen, die in Nöten sind.

Kleines Sandkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt:

Werde ich dich streuen, dass du manchmal bremst.

Dass du wirst zum Grunde, der uns halten lässt,

Neues wird mit allen, allen, die in Zwängen sind.

(Ludger Edelkötter)
Artikel veröffentlicht am 23.02.2021 von Mitteilungsblatt der Samtgemeinde Flotwedel 8 / 2021